Tag 7: weiter nach Alta
 
Um 4 Uhr 30 klingelte unser Wecker, wir lagen gerade mal 4 Stunden im Bett: Verabschiedung, schon, obwohl wir nur wenige Tage hier waren, hatte sich unsere Seele schon so richtig heimisch gefühlt. Fragt nicht, mir ging es überhaupt nicht gut, ich wollte nicht aufbrechen.

Naustet, das Bootshaus, unsere Unterkunft der letzten Tage: es war warm und wohnlich.
Die Rezeption ... på norsk "resepsjon". Wir mußten den Campingplatz Ansi Touristservice verlassen, leider. Nachts um 5Uhr war alles umso kälter.
Das Außenbecken, Willy hat alles schon wieder fleißig zurückgebaut ... dann mußten wir los, der Flieger gen Deutschland würde nicht warten ...
Auf der Strecke nach Alta erreichten wir unseren bis jetzt nördlichsten Punkt auf der Erde, nahe Alta bei Isnestoften an der Toftebucht: N70.138450, E22.986500 - ein verschlafener Moment, aber die Sonne machte sich gerade daran, aufzugehen.

Ist das nicht ein schönes Foto?
Es ging weiter auf der E6 gen Süd, gen Alta: die Seen waren hier umso mehr zugefroren, logisch, fuhren wir doch auf dem Kältepol Norwegens zu, auf Kautokeino, auf Karasjok.
Ein letzter Stopp vor Alta am Kåfjord, bei Innerstrømmen: kurz vor halb 8 zeigten sich die ersten Tagessonnenstrahlen.
"Alta er stengt", sagte man in Alteidet oft: trotz der frühen Morgenstunden war eigentlich viel los in Alta, von "geschlossen" konnte man nun wirklich nicht reden.

Wir hatten Zeit, also machten wir uns auf Cachesuche, suchten in Alta ... aber bei keinem hatten wir Erfolg. Selbst hier am Flughafen lag so viel Schnee, der hätte wahrscheinlich auch große Dosen sicher verdeckt.
Unser Retter auf den vereisten Straßen: wir fuhren mit Spikes auf den Rädern.

Und das ging wirklich besser und sicherer als erwartet, die ersten Kilometer fuhr ich sehr verhalten und vorsichtig ... aber irgendwann passte ich mich den anderen Autos an - und das bedeutete auch schon mal 'ne 90km/h fahren ...
Wir parkten das gemietete Auto in Alta am Flugplatz: der Weg bis zur Abflughalle ist in Alta nicht weit.
Und dann war es leider schon so weit ... ... wir verschwanden in der Drehtür und liessen damit das schöne Norwegen hinter uns. Wir gaben den Autoschlüssel ab, die Koffer wurden gewogen, wir checkten ein.
Wir waren wieder einiges vor der Abflugszeit am Flughafen. Passiert ist nicht wirklich viel auf dem Flughafengelände, eine kleine Maschine startete vor unserem Flug.

Dann kam unser Flieger.
Boarding.

Und nur eine Frage ... mußte das sein ... ?
Der Flieger startete steil über Alta und drehte eine Kurve in Richtung Rafsbotn.
Die Hochebene am Horizont geht bis Alteidet, noch tags zuvor fuhren wir dort mit dem Schneemobil und mit den Huskys: der Urlaub war zu Ende.
Die Landebahn von Alta wurde künstlich durch die Eisflächen verlängert ... für uns ging es wieder nach Süden, schon bald verliessen wir den Polarkreis.
Nächster Stopp war in Oslo (Gardermoen) - mit deutlich besserem Wetter als vor einer Woche auf dem Hinflug.
Wir warten in Oslo auf den Anschlußflieger, nachdem wir den recht großen und modernen Flughafen erkundet hatten.
Unsere Maschine startete in leichter Dämmerung, wir mußten Norwegen verlassen.
Berlin, Schönefeld: überpünktlich setzte der Flieger der norwegian auf.

Für uns hieß dass jetzt noch fast 400km Autostrecke, müde und unwillig machten wir uns auf dem Weg.

Ein letztes Mal auf vereisten Straßen fahren ... wir erreichten heute den nördlichsten Punkt unserer Reise, aber auch für uns den nördlichsten Punkt auf der Erde bisher.


Entlang der Küste machten wir kaum noch Höhenunterschiede, fuhren aber von Alteidet nach Alta .. 112km.


Klickt auf die Route für das Höhenprofil der Tour.

zum 6. Tag: Huskytour bei Langfjordbotn

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