Tag 1: Anreise und Aufstieg zur Breslauer Hütte
 
Wir blieben noch einige Minuten im Auto sitzen ... vielleicht wird das Wetter ja besser? Nein, bei Regenwetter machten wir uns auf die Tour: der höchste Tirol sollte es werden, mit Zwischenrast in der Breslauer Hütte - mit voller Ausrüstung stiegen wir auf.

Unser Auto wurde an den Rofenhöfen geparkt (Zufahrt gesperrt), aber wir sprachen vorher mit der freundlichen Bergführerstelle in Vent, man sagte ... das gehe schon in Ordnung.
Gegenüber am Hang wurde eine Schaafherde getrieben.
Wir stampften den Weg aufwärts, vor uns lagen wohl 900 Höhenmeter bis zur Breslauer Hütte ... und da machte uns der Regen oder besser die Regenkleidung schon zu schaffen - wir nutzten jede Möglichkeit zur Lüftung ... unterwegs wechselte dann der Regen zu Schnee, es kühlte ab ... im dichten Nebel erreichten wir nach 2 Stunden die Hütte auf 2844m.
Die Hütte selbst war noch geschlossen, wir wollten im Winterhaus übernachten. Wir waren etwas überrascht, die 22 verfügbaren Betten waren ... nach unserer Ankunft und mit uns ... alle belegt.
Das Winterhaus hat kein Wasser oder Strom, aber nahe dem Haus gibt es eine Quelle und ich machte mich auf, die Wasservorräte zu befüllen.

Bis zur Quelle läuft man nur wenige Meter, man findet ein grob markiertes Rohr etwas unterhalb des Weges.
Der Schneefall nahm zu und ich machte mir Gedanken, ob die Besteigung der Wildspitze erfolgreich werden würde ... man hatte nur ein kleines Schönwetterfenster vorhergesagt, nur wenige Sonnenstunden würden uns erwarten.
Ich erreichte das Winterhaus wieder.
Innen hatte man es sich schon gemütlich gemacht, der Gemeinschaftsraum war voll belegt. Die Kleidung wurde an allen möglichen und unmöglichen Punkten zum Trocknen aufgehangen, es wurde gegessen.

Und wir fanden in einer Berliner Truppe Verbündete, die den gleichen Weg gehen wollten. Total verunsichert über das immer noch schlechte Wetter verabredeten wir uns auf die Weckzeit 5 Uhr - sollte es einigermaßen klar sein, wollten wir zusammen aufsteigen.
Ein paar Tschechen rückten zusammen, so hatten wir sogar unsere eigene Schlafabteilung: wir schliefen oben im Haus und das war auch gut so, unten heizte man am Abend zu kräftig ein.

Und wir schliefen gar nicht mal so schlecht:).
Am ersten Tag starteten wir von Sölden, Vent, von den Rofenhöfen zur Breslauer Hütte.

Abends holte ich Trinkwasser von der 300m entfernten Quelle.

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