Tag 4: Mürren und Gimmelwald
 
Heute wollten wir wieder hoch hinaus: genau in die Richtung, die wir schon jeden Tag von unserem Zelt aus sehen konnten, nach Mürren und Gimmelwald.
Und schon ging es bergaufwärts mit einer Luftseilbahn und dann mit einer Schmalspurbahn nach Mürren.
Ganz weit oben über Lauterbrunnen kann man hier über das Tal weg nach Wengen in Richtung Eiger schauen.
Hier wird das Dreigestirn (links nach rechts) Eiger, Mönch und Jungfrau nur vom Sonnenschein überschattet.
Was für eine Landschaft: direkt über meinem Kopf - mal eine gerade Linie nach oben, etwas rechts gedacht ... ist das Jungfraujoch zwischen Mönch und Jungfrau.
Wir liefen durch das kleine Mürren und waren begeistert, hier so weit oben am Berg ein so schönes Dorf zu finden. Aber wir wollten gar nicht auf der Straße nach Gimmelwald laufen ... wir hatten uns einen besseren Weg rausgesucht ...
... und der startete genau hier: der Klettersteig von Mürren nach Gimmelwald.
Der Eingang war in einer Mauer, so richtig mit Tür - wir waren gespannt, hier schien alles bestens ausgebaut zu sein.
Naja, am Anfang waren wir uns unsicher: sogar gerade und breite Strecken waren mit Seil gesichert.
Das Seil ging wohl so ziemlich die ganze Strecke entlang: verlaufen konnte man sich also absolut nicht.
Aber dann endlich ... Klammern nach unten.
Und Sicht ins Tal ...
Die Strecke war abwechslungsreich: total ungefährliche, aber trotzdem gesicherte Strecken (das Seil wäre auf dem Osteggklettersteig besser aufgehoben gewesen!!) und ...
... Stücke mit Sicht glatt 600 Meter nach unten.
Letztere ... und diese Version gefiel uns besser:-)!
Hier ... übertrieb man dann gleich wieder: ganz vorne am Fels führte das Seil entlang - unter uns nur einge Bauklammern und vor uns nur das Seil. 600 Meter bis ins Lauterbrunnental ... und das direkt unter unseren Füßen.
Und die Karabiner der Falldämpfer mußten wir auch umsetzen, also ... gut festhalten hier!
Aber nach der Knipse mußte ich trotzdem suchen ... ich mußte einfach den Seilen vertrauen, sonst wären diese Fotos niemals entstanden.
Doch, das mit dem Seil vor dem Felsen ... das war schon richtig gut.
Die Schluchten sind mit Seilen überspannt, über die man balancieren kann: aber keine Sorge, das Klettersteigset hängt in den beiden Fangseilen.
Und es geht mal wieder nach unten nach Gimmelwald.
Gegenüber hinter der Schlucht sieht man während der Klettersteigstrecke immer das fantastische Panorama von Eiger, Mönch und Jungfrau ...
... bevor die nächste Schlucht zu queren ist.
Und am Ende des Klettersteiges? Die Nepalbrücke ...
Als wir dann an der Bahnstation von Gimmelwald ankamen, waren wir ganz zufrieden mit dem Klettersteig: es fing zwar ganz harmlos an, aber es waren exponierte Stellen dabei, die ein Kribbeln auslösten: so wollten wir es:-).
Mit der Fahrt der Seilbahn nach Stechelberg ging für uns ein schöner Tag zu Ende: die Gegenbahn transportierte übrigens eine Kuh nach Gimmelwald.
Die Strecke führte von Mürren abwärts nach Gimmelwald, aber eben an der Wand des Tales hoch über Stechelberg entlang. So lange war die Tour gar nicht: wir liefen nur 3,3km. Der Startpunkt in Mürren war bei 1636m, in Gimmelwald standen nur noch 1289m auf dem GPS. Für die Tour haben wir trotzdem 3¼ Stunde gebraucht.

zum 3. Tag: die Bäregghütte
zum 5. Tag: Trümmelbachfälle

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