Tag 17: die Trolltunga
 
Unser Zelt wurde abgebaut: noch eine Nacht auf Hildal wollte ich uns nicht mehr antun, dann doch besser in der Villmark campen.
Also fuhren wir wieder zur Talstation der Mågelibanen, packten unsere Rucksäcke ... wir wollten oben auf der Hardangervidda ein Plätzchen suchen und dort übernachten.
Man kann die Treppen der Bahn entlang nach oben laufen - wir entschieden uns aber für die Version neben der Bahn, dort gibt es einen Pfad, der durch den Wald geht.
Es sind wohl über 2600 Stufen bis zum Top der Bahn ...
Der Pfad neben der Bahn war zwar auch steil, aber man konnte prima laufen - trotz des Gewichtes des Rucksacks.
Bei gut 850 Höhenmetern erreichten wir die Hochebene über dem am Ende des Tyssedal gelegenen Skjeggedal.
Unser Weg führte nach Gryteskar, einen Einschnitt zwischen 2 Berggruppen.
Hier stoppten wir, es gab warmes Essen: unser neuer Kocher MSR Reactor funktionierte perfekt.
Der Blick zurück zur ersten Hochebene bei der Mågelibanen Topstation: viele kleine Hütten stehen hier, aber es ist ein ziemlich feuchtes Gebiet.
Bei Trombeskar ging der Weg zurück zum Ringedalsvatnet und damit zur Trolltunga.
Unterwegs kommt einen der Weg schier endlos vor, die Hochebene bietet wenig Abwechslung: auch das Wetter war nicht gut, wir hatten kalten und intensiven Wind.
Endlich - beim Berg Hestafkåene - wieder ein Blick auf den See Ringedalsvatnet: es war sicher nicht mehr weit bis zur Trollzunge.
In der Gegenrichtung kann man die Talstation der Mågelibanen nicht sehen, die liegt noch hinter dem Berg Floren rechts.
Und endlich waren wir da: diese kleine Felsnadel ist die Trollzunge, die Trolltunga.

Man kann sich vorne drauf stellen ... keine Ahnung, wie dick die Felsnadel ist ... vielleicht einen halben Meter? Der See Ringedalsvatnet liegt auf 465 Metern, die Trolltunga auf ca. 1200 Metern ... also, es geht ganz schön tief abwärts ...
Also sollte man lieber mal genauer nachsehen, wohin es geht;-)!
Das ist die Trolltunga von der Gegenseite des Tyssebotn aufgenommen: die obere Platte ist die Zunge, noch über der Felsstruktur, von der man es vermuten würde ... klickt auf das Bild zum Vergrößern!
Wir liefen wieder zurück: auf dem Hinweg hatten wir immer wieder nach einen gemütlichen Biwakplätzchen Ausschau gehalten, aber eigentlich nur wenige Möglichkeiten gesehen. Die ganze Hochebene war matschig und es zogen schon wieder dicke Wolken heran: wir entschieden uns für den Abstieg vom Berg.
Das ist die Bergstation der Mågelibanen: etwas Vertrauen in die Technik sollte man schon haben, wenn man sich in die Wagen setzt ...
Wir liefen wieder den Weg neben der Bahn nach unten, die Stufen der Bahn wollten wir uns nicht antun.
Wir sind wieder unten an der Talstation: wir werden bis Røldal fahren und dort auf dem Campingplatz Skysstasjonen Kro og Hytter einchecken.
Das ist die Strecke zur Trolltunga: eigentlich wollten wir auf dem Berg schlafen, aber das Wetter spielte mal wieder überhaupt nicht mit.
Wir waren 8¾ Stunden unterwegs, liefen dabei eine Strecke von 26km. Es galt dabei gut 800 Meter Höhendifferenz zu bewältigen.

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zum 18. Tag: von Odda zum Reiårsfossen

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