Tag 9: Galdhøpiggen und Sognefjellveien
 
Am frühen Morgen wurde Wasser für das Frühstück aus dem See gezapft und wohl langsam Abschied von diesem wunderschönem Plätzchen genommen. Heute sollte es von Skjåk nach Luster gehen.

Eigentlich wollten wir mit unseren Gummistiefeln zum Blumenteppich laufen, aber das muß wohl bis zum nächsten Urlaub warten.
Irgendwo dort stand unser Zelt ... und während wir frühstückten, gab es einen lauten Donner ... wir brauchten einige Zeit zum Verstehen, was passiert ist ... ein Schneefeld ging hinter uns ab, aber soweit weg, dass man es nur mit zig fachen optischen Zoom sah.
"Fjellgeita" wird sicher auch im nächsten Urlaub wieder angelaufen!
Unsere Route führte durch Lom und dort auch an der "Lom stavkirke" vorbei.
Nach Lom ging es von der 55 mal links ab ... unser Ziel war Norwegens höchster Berg Galdhøpiggen - das ist der Berg ganz rechts am Rand des Fotos.
Der Berg ist 2469 Meter hoch, aber es war prima Wetter und wir guter Dinge ... wir starteten von der Juvasshytta am Juvatsee.
Zum Galdhøpiggen nach links: es ging steil bergauf und wir kamen übelst ins Schwitzen, auch, wenn wir durch das Training der letzten Tage ja eigentlich ans Klettern gewohnt sein sollten ...
Und so kann man verstehen, dass unser "kleiner" auch ein wenig froh war, als ein Gewitter nahte - Zwangspause, Verpflegung und warten auf die Dinge, die da kommen werden ...
Eine Regenfront kam schnell auf uns zu - man sah, wie die Berge gegenüber anfingen zu glänzen: wir packten zusammen und zogen den Regenschutz an.
Es blieb noch genau die Zeit, in den Vollkondom zu kriechen ... dann schüttete es. Wir saßen hier garantiert eine Viertelstunde und hofften, es hört wieder auf ... der Fels war schmierig und wir beschlossen den Abbruch.
Wir waren fast wieder unten, da wechselte das Wetter erneut - es gab Regenbögen gratis und bei uns die Idee, auch hier im nächsten Urlaub noch einen Versuch zu wagen.
Ein Gletscherbach mußte überquert werden ... das Wasser führt wie wohl bei jedem Gletscherabfluß üblich jede Menge Schlamm mit sich.
Die letzte Brücke mit den tollen Schließmechanismus zurück zum Parkplatz: hier ist auch ein Zeltplatz - vielleicht keine schlechte Idee, hier zu schlafen und den Aufstieg so zeitig wie nur möglich zu starten.
Zurück auf der Strasse fährt man dann direkt am Galdhøpiggen vorbei - irgendwie sieht er unscheinbar aus ...
Unser Weg führte weiter Richtung Luster erstmal wieder an einer Herde Stiere vorbei. Auch daran gewöhnt man sich.
Wir wählten die Sognefjellstrasse - eine Passstrasse an Jotunheimen vorbei.
Wir hatten oft gelesen, selbst im Sommer würde hier der Schnee meterhoch liegen und es wären Gassen gefräst ... wir sahen nur die Schneestäbe, die sehr hoch ragten.
Und wir fuhren wieder durch ein bizarre Gletscherlandschaft: Schneefelder, Seen und Geröll prägt die Strecke. Und auch immer wieder ein Parkplatz für unsere Fotos ...
Wir stoppten am Oscarshaug, ein genialer Aussichtspunkt fast schon am Ende der grünen Strasse Sognefjellet.
Unser Handy ging nicht mehr, das GPS teilte hier das gleiche Schicksal: aber es gab ja eh keine Kreuzungen ....
Am Abend stoppten wir bei Skjolden - den großen See "Eidsvatnet" sahen wir erst zu spät ... oder besser, die Mücken machten uns darauf aufmerksam.
Aber die Gage vom Zelt hielt die Mücken fern ... und so genossen wir den Ausblick auf einen kleinen Wasserfall.


Tagestour:


zum 8. Tag: Trollstigen, Trollveggen und Dalsnibba
zum 10. Tag: Stabkirche Urnes und Bergsetbreen

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