Tag 3: einfach Fjorde und Natur genießen ...
 
Die Nacht wohl doch überlebt;-) ... ging es am nächsten Tag auf Erkundungstour. Einfach losfahren, mal sehen, was man so sieht ... war das Motto. Nach Bergen wollte ich nicht fahren, Städte kann ich mir auch in Deutschland ansehen.

Nach dem ersten Tunnel mußte ich jedoch unbedingt anhalten: wieder mal eine herrenlose Herde Ziegen auf einem Parkplatz - an der E39! Scheinbar kamen die vom Fressen ... und zogen langsam weiter, nachdem eine davon das Nummerschild meines Autos angeknabbert hatte. Streicheln war kein Problem, die haben sich alles gefallen lassen.
Weiter in die gleiche Richtung wurde die E39 ... als Europastrasse ... die in Dänemark eine 4-spurige Autobahn ist ... immer "interessanter". Für eine Autobreite ausgelegt, dafür einen verdammt tiefen Straßengraben: am gleichen Tag half ich einen Niederländer aus so einem Graben, der versehentlich mit einem Rad über den Straßenrand rauskam und somit mit dem Motorblock auf der Straße auflag. Bei so einem großen Land wundert man sich schon, warum die Straßen so schmal ausfallen mußten. Die Norweger scheint das wenig zu beeindrucken, die fahren ziemlich schnell auf solchen Straßen. Die Leitplanken ... und ihre Autos sind aber auch davon gekennzeichnet!
Irgendwo auf der Strecke gab es wieder einen Wasserfall mit Halteplatz in der Nähe. Also raus und klettern ... eine Brücke querte den Wasserfall, einen Weg zur Brücke gab es jedoch nicht. Hmm, aber der Ausblick von oben war der Lohn fürs Klettern!
Ein für dieses Gebiet typischer Tunnel: unbeleuchtet, schmal: dafür aber mit eigenem kleinen Bach auf der Straße. Die Längen unterschieden sich etwas - der längste unbeleuchtete Tunnel ... war 6km lang!
Und immer wieder findet man einen Grund zum Anhalten: hier ein Bergsee ...
dort ein Fjord ...
und da eine Straße quer durch einen Felsen.
Petrus meinte es nicht immer so gut mit mir, aber dafür waren viele Bergspitzen in Wolken gehüllt, was man bei schönem Wetter wohl so nie gesehen hätte.
Aber sehr wahrscheinlich waren es nicht die einzigsten Tage im Jahr, wo es mal regnete: es gibt hier so viel Grün, es wird wohl OFT regnen ...
Wieder ein See, wieder ein Grund zum Anhalten und Ansehen!
Sieht man dieses Schild .. wird es nicht lange dauern, nur wenige 100 Meter ...
... bis man hier vorbei kommt. Rohre quer über die Straße, wozu - fragt man sich. Ich denke, hier werden Weidegebiete getrennt oder schlicht vermieden, dass die hier freilaufenden Tiere diesen Punkt queren.
Wolken verhüllen die Bergspitzen: ich sah das sehr oft, es war ein gutes Zeichen - es hieß, jetzt regnet es grade mal ... nicht.
Zurück in Deutschland? Nein, nein, der Schilderwald trügt. Meist findet man gar keinen Hinweis, wohin man fahren sollte - hier in Norwegen ist grundsätzlich ein aktiver Beifahrer gefragt oder ein gutes Navigationssystem;-).
Viele saftige Wiesen zeichnen das Bild, jedoch wenig Landwirtschaft oder Industrie. An diesem Berg findet man mein Häuschen .. wo?
Ziemlich in der Mitte war es - das kleinste Haus. Die anderen waren Wohnhäuser, meins hatte ich für mich alleine.
Da mittig steht es: auf Pfälen am Berghang. Die Statik wird wohl passen ...
Aber am Abend war ich so müde vom Ausflug, dass ich nur noch den wunderbaren Ausblick genoss .. und mir der Rest egal war ... am nächsten Tag ging es ja weiter.

zum 2. Tag: Anreise in Haugsvær/Masfjorden
zum 4. Tag: weiter nach Voster

zur Übersicht Norwegen 2004

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