Tag 6: nach Stavanger
 
Ich hatte Muskelkater, wohl so ziemlich alles tat weh: ja, ich war am Vortag auf den Preikestolen. Weil morgen die lange Fahrstrecke nach hause anstand, entschieden wir uns heute für einen einfachen Stadtbummel nach Stavanger.

Das Wetter war prima, wie geeignet für Preikestolen ... aber das hatten wir ja schon. Der heimische See sah mit Sonne gleich noch viel schöner aus, aber das angebotene Boot ... sah doch etwas baufällig aus, also ... ab nach Stavanger.
Auf der Fahrt ... Norwegens Natur pur. Das ist eine Erfahrung für mich: Norwegen hat eine großartige Natur.
Die Gebiete unterscheiden sich sehr, auch das ist für mich neu. Es ist nicht nur die Farbe des Gesteins, bei Bergen sind die Fjorde von höheren Bergen umringt als bei Stavanger. Grün ist es jedoch überall.
Und Anhalten kann man wirklich an jeder Ecke ... ich weiß nicht, wie die Norweger von ihrer Natur denken ...
... ich fand es einfach nur geil!
Eine Fähre führt nach Stavanger: auch deshalb machten wir heute diesen Ausflug, um zu sehen, wie lange wir am Heimreisetag brauchen werden: die Fähre nach Dänemark ist quasi ein Muß!
Das ist ein Blick vom Ölmuseum aus in Richtung AltStavanger. Das Museum ist durchaus interessant, die Homepage in deutsch ... im Museum aber alles nur in englisch oder norwegisch - und damit nicht ganz einfach. In AltStavanger hätte ich auch fast eine Unterkunft angemietet: Voster war die bessere Wahl.
Ganz typisch für die Natur im Süden ... helle Felsen, die stark zerklüftet sind.
Und alles ist etwas flacher als in der Mitte Norwegens.
Von hier in Lauvvig startet eine Fähre Richtung Oanes und damit über den Lysefjord. Es war zwar so etwas Umweg, aber die Fähre fuhr öfters, hatte eine kürzere Übersetzdauer ... und war viel billiger. Von hier startet auch die Lyseboottour.
Vielleicht erscheint es so, als wenn mir die Umgebung von Bergen besser gefiel als die von Stavanger ... stimmt schon: trotzdem hat hier die Natur bei Stavanger auch einiges zu bieten!
Enge Straßen gibt es aber überall in Norwegen.
Wiesen, mit Felsbrocken übersäht, findet man jedoch nur hier.
Wasserfälle wieder überall, wenn es geregnet hat, sogar in großer Anzahl ... so wie bei meiner Norwegentour ...
Es sieht schon alles bizarr aus: ein Sonnenuntergang bei schönem Wetter liefert das, warum man so weit in den Norden gefahren ist.
Der Sonnenuntergang am letzten Abend - es war auch der Tag, wo wir unserem Vermieter näher kamen. Er lud uns am Abend ein, zu ihm hoch zu kommen. Er ist Seemann, wahrscheinlich durch und durch, war schon überall in der Welt. Ein richtiger Einzelgänger war er nicht, eher untypisch für die Norweger. Die Taschen hatten wir schon gepackt, die Endreinigung war noch nicht fertig: trotzdem redeten wir lange. Über Norwegen und die Welt. So nahe bin ich in Dänemark noch nie einen Einheimischen gekommen, und trotz seiner Gewohnheiten ... würde ich ihn als vertrauenswürdig einschätzen. Irgendwann beim Erzählen ... ging plötzlich das Licht aus: Stromausfall. Ohje, dachten wir: keinen Kaffee am Morgen, das Gefriergut nicht durchgefroren ... aber erstmal egal, wir saßen noch etwas, ehe wir doch zu Bett gingen.
Es war zwar nicht weit nach Mitternacht, als es schlafen ging: trotzdem wurde es schon wieder hell. Nach der kurzen Nacht wird uns der Heimweg erwarten, so ziemlich 1500km Fahrweg. Also, gute Nacht und morgen gute Fahrt ...

zum 5. Tag: Ausflug zum Preikestolen
zum 7. Tag: zurück nach Dänemark

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