Tag 3: Eigertrail und Jungfraujoch
 
Unser Wecker klingelte wieder zeitig - um 7 gab es Frühstück im Zelt, nur gut, dass es auf dem Zeltplatz Strom gab, so konnten wir mit unserem Heizlüfter das Zelt wenigstens einigermaßen aufheizen.

Nach dem Frühstück gings zum nahem Bahnhof und dann Richtung Alpiglen - auf ca. 1600 Höhenmeter.
An der Station Alpiglen liefen wir Richtung Eigertrail - irgendwo dort mußte ein Weg zum Klettersteig abgehen. Unser GPS sollte uns den Weg zeigen ... das dachten wir zumindest.
Wir liefen und liefen ... es gab Abzweige, die wieder nach Grindelwald führten ... doch dahin wollten wir doch gar nicht ... und so liefen wir den Eigertrail weiter ... der Abstand zum Einstieg in den Klettersteig wurde größer, irgendwann war klar, wir waren wohl schon längst am richtigen Abzweig vorbei gelaufen.
Irgendwann waren wir schon soweit am Eigertrail unterwegs, das eine Umkehr keinen Sinn mehr machte - wir entschieden, wir würden weiterlaufen - zur Bergstation Eigergletscher, wo wir gestern ausgestiegen waren. Die "Talstation" lag auf 1600, die Station Eigergletscher auf 2300 - wir hatten ca. 700 Höhenmeter vor uns.
Wir dachten, wir brauchen ..... ewig. 3 Stunden waren ausgeschrieben, wir rechneten mit viel mehr - aber wir waren schnell unterwegs und schafften die Strecke trotz unseres schweren Gepäcks - wir wollten ja klettern - in 2 und einer halbe Stunde.
Wir kamen klaro wieder am Rotstock vorbei, den wir tags zuvor beklettert hatten - alles war eingefroren, wie gestern auch. Der Anblick war einfach nur genial - irgendwie stimmt es wohl ... der Berg ruft;-)!
Schon kurz danach sahen wir die Station kleine Scheidegg - wir hatten also die Strecke bald geschafft.
Die Nordwand machte ihren Namen alle Ehre: es war kalt und der Weg zugefroren und es war schattig - also machten uns die überwundenen Höhenmeter gar nicht so viele Probleme ...
... wir kamen viel schneller als erwartet voran ... und entschlossen uns deswegen, noch mit der Bahn aufs Jungfraujoch zu fahren.
Von hier aus kann man die Eigernordwand besteigen - aber es gibt noch mehrere Wege.
Hier ist der Einstieg zum Rotstock - gestern waren wir am Gipfelkreuz:-).
Schon kurz danach sahen wir die Bergstation Eigergletscher.
Der Eigergletscher liegt wie eine Hand auf dem Berg - wir waren einfach nur froh, dass im Oktober noch so ein prima Wetter hier ist.
Gleich wird der Zug Richtung Jungfraujoch fahren!
Das ist das kleine Scheidegg.
Der Zug hält zum Jungfraujoch unterwegs mehrfach, man kann den Zug verlassen und durch Scheiben auf die Natur schauen ... das ist die Station "Eismeer".
Man sieht von hier aus den Gletscher wie ein Meer.
Aber unser Zug fuhr weiter nach oben, auf 3454m übern Meeresspiegel, irgendwo hier in der Nähe wurde auch ein James Bond gedreht "Im Geheimdienst Ihrer Majestät".

Rechts im Bild sieht man den Gletscher Jungfraufirn.
Am Jungfraujoch schauten wir zur Jungfrau auf - 4158m hoch ist der Berg.
Und das war der Blick in Richtung kleines Scheidegg, oberhalb des Eigergletschers.
Der 4107m hohe Mönch - das Jungfraujoch liegt ja zwischen der Jungfrau und dem Mönch.
Ich fühle mich wohl in der Schweiz!
Am Jungfraujoch kann man in die Eiswelten eines Gletschers eintauchen - ein Gang durchs Eis führt zu einer Ausstellung aus Eis.
Figuren wurden aus dem Eis geformt und mit kaltem Licht bestrahlt ...
... und man konnte durch enge Eisgassen spazieren gehen.
Wir waren auf dem Jungfraujoch ... "Top of Europe".
Eigentlich wollten wir entlang des Gletschers Jungfraufirn bis zur nächsten Hütte laufen, aber die Strapazen der Strecke Alpiglen - Eigergletscher machten sich bemerkbar.
Hier stehen wir auf der Aussichtsplattform der Sphinx, von der aus die Sicht einfach nur genial ist. Hier oben ist man 3571m hoch - und wir hatten Herzrasen: vielleicht war der Tag doch etwas anstrengend;-).
Hier wollten wir eigentlich lang - aber heute wurde nur noch geguckt;-).
Hier gehts zum Eigergletscher: aber hier sind die Gletscher steil, Eis anfassen ... geht eher gleich gar nicht.
Noch ein Blick in Richtung zum Aletschgletscher ... dann mußten wir mit dem letzten Zug wieder nach Grindelwald fahren.
Die höchste Bahnstation Europas auf dem Jungfraujoch - "Top of Europe" (3454 m).
Der Höhensprung machte sich bemerkbar ... ich hatte schnelleren Herzschlag, irgendwie hatte mich die Tour von Alpiglen zur Station Eigergletscher doch etwas geschafft ... aber hier ging es wieder prima, wir waren ja auch zurück auf 2061m.

zum 2. Tag: auf den Rotstock
zum 4. Tag: zur Ostegghütte

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