Tag 14: Hirtshals und Vendsyssel
 
In der Nacht schneite es wieder heftig ... neben unserem Haus türmte sich 1 Meter Neuschnee .... der Weg zur Straße war komplett verschwunden.
Unser Auto stand beim Kaufmann, wir liefen die gut 800m. Wir hatten gestern abend richtig entschieden, heute wären wir wohl niemals per Auto aus dem Feriengebiet gekommen.
Das Auto sah mehr wie ein Schneemonster aus: gestern hatten wir uns wohl dann doch schon ganz schön eingewühlt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit hatten wir einen mehr als 1cm dicken Eispanzer auf dem Auto ... egal, wo. Irgendwie überall.
Zum Strand liefen wir dann auch besser: Schneeketten hatten wir nicht dabei, hier wären wir wohl niemals wieder hoch gekommen.

Der Strand bei Nørre Lyngby in Richtung Løkken.
Das war auch ziemlich ungewöhnlich fürs Auge: Lønstrup, Ortsausgang ... und gut einen Meter hoher Schnee am Straßenrand.
Wir fuhren bis nach Hirtshals.
Und wie fast schon üblich, vorbei am Leuchtturm zur Mole.
Klar waren wir auch am Terminal der Colorline ... ist hier nicht der Startpunkt fü große Skandinavienreisen? Geht es hier nicht nach Norwegen? Bleibt nur eine Frage: warum steht Torstens Auto hier nicht an der Warteschlange?
Das Hirtshals Fyr im Winter.
Wir fuhren weiter bis nach Vejby und dann zur Stenvad Mølle ... ein Windmühlen-Museum, angeblich noch voll einsatzfähig.
Wir waren froh, wieder im Auto zu sitzen: es stürmte und schneite.
Die Schneeverwehungen waren teilweise höher als unser gutes Auto ...
... und genauso sah es vor unserem Haus aus: die Schneewehe vor der Tür konnte man nicht mehr queren. Winter? Es gab Schnee ohne Ende.
Die Einheimischen erzählten uns, seit 30 Jahren hätte man das SO nicht mehr erlebt: soviel Schnee sei untypisch. Und so lange, wie wir in Dänemark im Winter waren, hatten wir so viel Schnee und Kälte nicht erlebt.

Für uns war es einfach nur ein wunderschöner Winterurlaub.

Der Wetterbericht sagte wieder Schneefall, wir entschieden, das Auto schon abends einzuräumen und fuhren dem Tregger des Bauerns hinterher, als er den Weg nochmals schob. Und es schneite jetzt schon wie verrückt. Das Auto wurde eingeräumt und dann noch gegessen. Unser Auto stand jetzt gut 1½ Stunden neben dem Haus, irgendwie spürte ich, es wurde Zeit ... und es passierte genauso, wie gefühlt ... der nur 800m lange Weg bis zum Kaufmann war schon wieder zugeschneit. Mit guten 20km/h schob ich mit meinem Spoiler Schnee ... und kam bis fast zur Küste vor. Hier hatte der Wind den Schnee noch höher aufgetürmt.

Ich saß mit dem Auto komplett auf, nichts ging mehr. Alle kamen und schaufelten ... ich kam wieder einen Meter voran, noch einen ... und hing wieder komplett fest.

Ein freundlicher Däne lieh mir eine große Schaufel ... ich hatte ja nur Strandspielzeug ... und wieder wurde gebuddelt. Ich glaubte nicht mehr dran ... aber gut eine Stunde später stand mein Schneemobil neben dem Kaufmann. Ich hatte Muskelkater und brauchte dringend eine Dusche ....

Wir fuhren quer durch Vendsyssel und mußten Abschied nehmen ... von der wunderschönen Nordspitze Dänemarks.

zum 13. Tag: Hjørring und Nørre Lyngby
zum 15. Tag: Heimreise

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