Tag 5: der Kyrkjenibba
 
Das Wetter verschlechterte sich wieder, der Wetterbericht hatte leider mal wieder Recht. Wir fuhren ins Nachbartal und wollten den Aufstieg eines Berges angehen, soweit es halt wetterbedingt ging ...

Da war ein Fahrweg eingezeichnet, aber ... unser gutes Auto schaffte eben nur ein Teilstück: es wurde steil und schmierige, glatte Felsplatten stoppten unsre Fahrt. Wir mußten parken ... und ab da wandern.
Bald darauf erreichten wir ein riesiges Feld mit leckeren und reifen Heidelbeeren, also ... machten wir eine "Zwangspause".
Die Tour führte über einige verlassene Wiesen und Hütten in ein eingeschnittenes Tal hinein: dicke Wolken zogen auf, unser Mittagsessen würde wohl feucht ausfallen.
Kurz danach schüttete es: wir waren am Fuße der Skårsetra und holten hier Wasser für unser Mittag - Maik kletterte schon mal zu den Hütten des Setra hoch und fand tatsächlich eine unverschlossene Hütte.
In dieser Hütte ... einen großen Dank an den unbekannten Besitzer ... konnten wir unser Mittag ohne Wasserguß von oben essen.
Und nach der Pause war sogar wieder deutlich besseres Wetter, wir konnten ohne Regenschutz weiter in Richtung Kyrkjenibba starten.
Skårsetra: am Ende eines eingeschnittenen Tales lag die Alm an einer wunderschönen Wiese, ein wilder Fluß rauschte durch das Tal - es war wie ein Traum hier. Ok, das Wetter ... hätte etwas besser sein können.
Gleich am Ende der Alm geht ein schmaler Pfad direkt auf dem Fluß zu, über den Fluß führt dann eine Brücke: das ist der richtige Weg zum Kyrkjenibba.
Schnell liessen wir das Setra hinter uns, gleich nach dem Fluß war es morastisch feucht.
Man läuft nicht direkt auf den Kyrkjenibba zu, man nimmt den Weg eher weiter rechts: später, oben auf dem "Hügel" ist der Weg deutlich gekennzeichnet, hier noch muß man einfach vertrauen.
Eine klare Spur roter Punkte zeichnet den Weg zum Schneefeld: verlaufen ist hier wohl unmöglich.
Das Wetter besserte sich wieder: auf dem nun wieder steileren Gelände konnte wir Regenjacke und Hose ablegen und damit wieder deutlich schneller gehen.
Auf dem Weg zum Tal zwischen Steindalsegga und Kyrkjenibba quert man einige Schneefelder.
Da ... ist unser Tagesziel: wetterbedingt hätten wir nie erwartet, hier oben anzukommen - das wohl letzte Schneefeld nahmen wir beflügelt.
Oben, auf der Kammlinie ... fanden wir eine typische Hochebene, kleine Seen: hier hätte man sicher prima das Zelt aufstellen können ...
Die Zielgerade: oben auf dem Top steht ein großes Steinmännel, wir waren kurz davor.

Eine große Schneebrücke führte direkt zum Kyrkjenibba.
Wir standen oben, auf dem Kyrkjenibba: die Sicht in Richtung Oppstryn und auf den See Oppstrynsvatnet.
Der Blick in die Gegenrichtung ... auf Stryn und die Strynebukta, den Faleidfjorden und den Nordfjord ... zeigte aber auch dicke Wolken, die direkt auf uns zu zogen: viel Zeit würden wir also nicht haben, es wird bald wieder regnen.

So pausierten wir nicht zu lange, wir stärkten uns und machten uns auf den Rückweg.
Und daran taten wir wohl gut; das Wolkenspiel wurde immer bedrohlicher.

Auf dem Talweg kamen uns die Schneefelder zugute, ohne Kraftaufwand querten wir dieses Mal nicht auf Stein, sondern den Schneeweg direkt talwärts.
Nur schon der Blick in Richtung Oppstryn und Strynefjellet macht die Tour absolut lohnenswert.
Wir stiegen weiter ab: den Top, die letzten Meter zum Kyrkjenibba erreicht man auf dem Normalweg aus nördlicher Richtung, im Bild also von rechts.
Talswärts von Gjørvaaksla sieht man auf der Gegenseite schon wieder das Skårseter: und jede Menge scheinbar herrenlose Kühe auf der Wiese davor.

Unser Weg wird auf der Gegenseite ein Stück entlang des Flusses Øvreidselva, dann weiter um den Berg führen.
Ganz einfach ist die Brücke nicht zu finden: also am oberen Ende des Seter direkt auf den Fluß zulaufen.

Wir queren einen Zulauf des Flusses Øvreidselva.
In der Nähe des Kopasætra (irgendwo rechts im Bild) wird das Skordalen zu einem eingeschnittenen, engen, wilden Tal.
Der Weg führt jedoch auf der östlichen Seite, auf der Seite des Skårseter, talwärts.
Ein kurzer "Fotostopp" bei der Nysvadekleiva: hier gibt es Unmengen an Heidelbeeren.
Bald schon erreichten wir wieder den offziellen Weg, der uns in Serpentinen zurück zum Auto führen würde. Und siehe Auto ... rechnet nicht damit, den Weg bis zum Ende fahren zu können.
Wir fuhren mit dem Auto vom Unwetter weg: der Blick zurück nach Stryn und dem Kyrkjenibba - wir waren oben!
Leider setzte sich das Regenwetter fort, als wir im Oldendal ankamen, stand die Zeltwiese schon wieder mächtig unter Wasser.

Unser großer Plan, die Begehung des Gletschers vom Kattanakken bis zum Svartenibba, rückte wieder mal in weite Ferne ...
Route 1: vom Oldendal fuhren wir 42km bis nach Stryn zum Startpunkt.

Route 2: Die Tour zum Kyrkjenibba brauchte gut 19km und 7,5 Stunden Zeit, dabei steigen wir um ca. 1200 Höhenmeter auf.

Route 3: zurück ins Oldendal fuhren wir in etwas mehr als einer Stunde.

zum 4. Tag: zum Bødalsbreen
zum 6. Tag: zum Kjenndalsbreen

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