Tag 5: auf dem Kattanakken
 
Es war unser erster Versuch dieses Jahr, das 2. Mal insgesamt, dass wir den Berg angingen. Schon beim Start war klar, es wird auch dieses Mal nicht leicht werden, alles war nass und es tröpfelte leicht. Noch ließen wir uns nicht beirren und kämpften uns nach oben.
Aber schon an den ersten Felsplateaus angekommen war klar, entweder werden wir ewig brauchen oder es überhaupt nicht schaffen: der Fels war so nass und schmierig, dass wir für recht einfache Passagen ... viel zu lange brauchten.

Ich mußt ein Seil zur Sicherung nehmen, damit die Rutschpartie einigermaßen berechnenbar wurde.
Und so war die Sicht auf den Briksdalsbreen auch eher eine getrübte - es regnete nun schon intensiv.
Noch konnten wir uns durch "Verhüllung" etwas vor dem kalten Nass schützen ... aber angenehm war es schon lange nicht mehr.
Und so beschlossen wir den Abbruch nach nur wenigen Höhenmetern - wir erreichten gerade mal 400m über Meeresspiegel, als sämtliche Kleidung total durchnässt war.

Abbruch: sogar die Knipse war schon nass.
Wir schlitterten die Felsen wieder nach unten ...
... und waren natürlich über den mißglückten Versuch traurig!

Aber ... es sollte heute einfach nicht sein: wir erreichten Top of Kattanakken an diesem Tag nicht ...
Dafür hatten wir abends reichlich Mühe, unsere vollkommen durchnässten Klamotten in dem genauso nassen Zelt trocknen zu können - nur gut, dass der Zeltplatz Gryta top ausgerüstet ist - abends saßen wir in der warmen Küche und unsere Sachen waren im Trockner:-).
Abends sahen wir nochmals nach dem Gletscherfluß: unser Entschluß stand fest, wir werden das Oldental morgen früh verlassen, das Wetter schien sich festgehangen zu haben.
Und der Blick aus dem Zelt schien uns Recht zu geben: es regnete, die Wolken hingen tief und irgendwie schwamm alles um uns rum. Unseren kleinen Traum, Lodalskåpa zu besteigen, hatten wir bereits irgendwie abgehakt.
Aber als wir abends uns einkuschelten, war draußen der der Weltuntergang irgendwie schon wieder zu Ende ... trotzdem stand unser Entschluß fest, wir würden morgen früh abbauen und weiter gen Norden fahren: der Wetterbericht sagte für den nächsten Tag auch wieder Regen voraus, es machte also Sinn, weiter zu reisen.




zum 4. Tag: auf dem Bødalsbreen
zum 6. Tag: vom Oldedal bis zur Spiterstulen (Lom)

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