Tag 4: auf der Gletscherzunge Nigardsbreen
 
Ein neuer Tag mit genialem Wetter: wir sind zeitig aus den Betten raus, wir hatten uns was ganz besonderes für diesen Tag ausgesucht.
Noch ein kleiner Stopp bei Haugsværs Tankstelle, dann ging es weiter nach Norden. Das Ziel lag eigentlich nur 160km entfernt ...
Das ist der Husevatnet, geknipst bei einem kurzen Stopp auf dem Weg zur Fähre über den Sognefjord.
Dann fährt man über einen kleinen Berg direkt auf den Sognefjord zu ... es ist schon ein großartiger Anblick ... es ist ja auch der größte Fjord in Europa:-)!
Es war nicht die einzigste Fähre, die wir nehmen mußten: auch die Straßen waren kurvig, so richtig kamen wir nicht voran. Und so wurde es immer später, die letzte Familientour sollte wohl 14.15 Uhr laufen .. entweder, wir würden es grade so schaffen ...
Oben am Bild kann man das Ziel schon erahnen ... Schnee und Eis mitten im Sommer ... es geht auf eine Gletscherzunge.
Kurz vor dem Ziel waren wir eigentlich gut drauf, wir hatten noch 15 Minuten bis zur Führung, es sollte alles passen: aber dann kam die Überraschung, die Dame am Kartenverkauf sagte, wir seien zu spät - vom Haus aus brauche man noch 1 Stunde bis zum Gletscher. Aber ... es gäbe noch die große Tour, teuerer zwar ... aber dafür wirklich auf dem Eis. Wir namen dann diese Tour, umsonst wollten wir nicht hierher gefahren sein!
Das war unser "Guide" fürs Eis: ja, da sollte es hingehen, er zeigt da schon mal hin:-)!
Dann ging es schnell: es gab einen Eispickel, Spikesschuhe als Überzieher für die Schuhe, es gab Gurtzeug und wir wurden angeseilt. Schon kurz vor dem Eis kam uns kalter Wind entgegen .. aber es war anstrengend und aufregend, da war der extra fürs kalte Eis angezogene Pulli dann doch zuviel.
Es ging quer übers Eis, entlang an Gletscherspalten, vorbei an kleinen Seen immer weiter auf das Eis. Der Boden war meist fest, es gab kleine Eisstückchen überall - also, die Spikes waren genial, mit denen hatte prima Halt. Die Familientour hatte nur einfach Lederbändchen um die Schuhe, ob das ausreichend ist?
Auf dem Eis lag eine kleine Staubschicht - soll wohl Abrieb von den Felsen hier sein, aber davon ein kleinerer Anteil auch Umweltverschmutzung, leider.
Geseilt ... wenn wir also abrutschen, dann ist gleich die ganze Familie weg;-) ... ging es dann quer übers Eis, vorbei an Schluchten und Spalten.
Aber wir waren dort nur auf der Gletscherzunge, der richtige Gletscher ist auf dem Berg oben: das schafft man aber nicht mit einem Tagesmarsch.
Und so machten wir auch eine Pause auf dem Eis: guter Tipp, einfach den Eispickel ab ins Eis ergibt einen prima Sitz;-).
Der Blick vom Gletscher: gegenüber einfach nur schneebedeckte Gipfel, Eis gibt es nur hier. Das Gletscherwasser hat eine typisch hellgrüne Farbe - so kann man recht schnell an einem Fluss oder selbst am Fjord erkennen, dass man nahe eines Gletschers sein muss.
Irgendwie erscheint man klein zwischen den Eismassen: das Eis soll hier bis zu 150m dick sein.
Und so ist der letzte Blick auf die Eisschichten ein ungeheurer und nochmals beeindruckender ... der Ausflug war doch keine schlechte Idee!
.. und der Blick in die andere Richtung .. nein:-), das ist nicht am Gletscher, es war ein Bild vom Sognefjord auf der Heimfahrt Richtung Fähre.
Und wieder mal schneebedeckte Berge ... alle irgendwie nicht mal 1000m hoch.

zum 3. Tag: Hestabotn Slottet und den Mofjorden bestaunen
zum 5. Tag: Klettern auf den Hestefjellet bei Haugsvær/Masfjorden

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