Tag 3: zum Rofenkarferner
 
Der Erfolg unseres heutigen Vorhabens war eher vage, trotzdem machten wir uns auf dem Weg zum Rofenkargletscher.

Wir parkten unser Auto in Vent und fuhren mit dem Doppelsessellift "Wildspitze" zur Bergstation Stablein bis auf 2.364 Höhenmeter hoch, ab hier mußten wir dann laufen.
Der Blick aus der Seilbahn in Richtung Rofenhöfe: die Berge lagen noch im Schnee.
Ab der Bergstation führte ein Weg steil nach oben zum Gletscher hin: unser Ziel lag auf über 2800 Höhenmetern.
Wir liefen ins Tal zwischen den Bergen Wildes Mannle und Urkundkolm direkt auf den Gletschersee zu.
Kurz unterhalb der Gletscherzunge des Rofenkargletschers stoppten wir, der Schnee hier erschwerte unseren Marsch.
Obwohl der Winter ja eigentlich den Gletscher hätte wachsen lassen sollen, sah man das Eis der Spitze deutlich.
Wir rasteten auf der letzten nicht verschneiten Stelle: viel Zeit liessen wir uns nicht beim Essen ... es waren um die 0° Grad.
Hinter mir sieht man den zugefrorenen Gletschersee des Rofenkargletschers. Oben auf dem Eis machten wir letztes Jahr einen Spaltenbergungskurs mit dem lokalen Führer Reinhard, vermittelt von der freundlichen Bergführerstelle in Vent. Das erspart zwar nicht die notwendige Vorsicht, vermittelt aber prima Grundkenntnisse.

Wir brachen genau hier ab, bis zum Gletscher wollten wir uns durch den mittlerweile ziemlich hohen Schnee nicht mehr kämpfen.
Vom steilen Berg in Richtung Breslauer Hütte und Urkundkolm ist wohl eine kleine Lawine abgegangen.
Hinter uns liegt Vent und gleich danach Italien: wir sind auf dem Weg zurück zur Bergstation der Seilbahn, zur Stablein Alm.
Wir erreichten die Schneegrenze: unten im Tal sieht man die Rofenhöfe.
Und an den Stellen, an denen der Schnee schon verschwunden war ... spriesste weißer Krokus.
Wir waren pünktlich an der Seilbahn, die heute ihren Betrieb zeitig eingestellt hätte ... und bis nach Vent laufen wollten wir nicht.
Das Bergdörfchen Vent: ein optimaler Startpunkt für viele Bergtouren in die Alpen. Auch auf meinem Plan stand Vent nochmals ... als Startpunkt für die Wildspitze.
Unten zurück in Vent überlegten wir noch einen kleinen Ausflug: aus Neugier wollten wir zum Timmelsjoch fahren.

Aber der Paß nach Italien war noch geschlossen, wir mußten an der verschneiten Mautstation umdrehen.
Wir fühlten uns so ein bissel wie in Norwegen: am Rand der Straße lag noch satt Schnee.

Wir fuhren zurück zum Camping Ötztal, morgen schon müssen wir leider zurück nach Deutschland fahren.
Abends hatten wir dann am Campingplatz noch tierischen Besuch: einem Eichhörnchen schmeckten die gereichten Leckereien. Ist das ein rotes Eichhörnchen?
Abends saßen wir dann wieder um den Grill: lange hielten wir es aber nicht aus, der Frühling war noch nicht so richtig angekommen, die Kraft der Sonne hielt nicht lange an.
Von Längenfeld fuhren wir bergauf nach Vent, einem optimalen Startpunkt für Bergtouren.

Mit der Seilbahn überbrückten wir die ersten Meter, danach ging es zu Fuß weiter zum Rofenkarferner.

Auf der Heimfahrt wollten wir zum Timmelsjoch, aber die Strecke war noch wintergesperrt.

zum 2. Tag: Kaiser Max Klettersteig
zum 4. Tag: Leite Klettersteig

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