Winterurlaub 2005 in Lønstrup, DK
 
Für mich der 5. Winterurlaub in Dänemark - es hatte mich wieder mal nach Lønstrup verschlagen: also weit in den Norden Dänemarks. Einmal war ich in einem sehr großen, aber im Winter auch sehr unbewohnten Urlaubsgebiet in Dänemark - nein, ich möchte schon ein paar Menschen um mich rum wissen, ganz alleine mag ich nicht.

Trotzdem gibt es in jeden Urlaub ein vollkommen neues Dänemark für mich:

Das ist der abendliche Blick vom Lønstruper Hafen gen Süden: der Strand wird durch Steine geschützt. Also kann man im Sommer hier schlecht im Meer baden. An der Küste führt ein kleiner Weg zumindest in der Nähe der Stadt weit oben an der Steilküste: weiter im Süden kann man nur noch am Strand oder oben auf der Steilküste wandern gehen. Will man von der Küste nach oben klettern ... sollte man entweder bis etwas südlich von Rubjerg Knude gehen oder mit Kraftaufwand irgendwo die Dünen erklimmen.
Den gut befestigten Weg nach oben findet man ca. 600m südlich vom Leuchtturm.
Winterurlaub in Dänemark ist trotzdem anders als der Sommerurlaub dort: die Tage sind kürzer, es ist kalt und windig. Vielleicht nur was für richtige Dänemark-Fans. Vielleicht ... aber: es geht schon bei der Fahrt los - alle fahren in den Süden, die Autobahn gen Nord ist also leer.
Hier geht es nach Skallerup Klit: warum Klit, wo ist Skallerup? Soweit ich weiß, gibt es Skallerup als Dorf schon eine lange Zeit nicht mehr, es fiel der Nordsee zum Opfer, wie jetzt ähnlich Rubjerg Knude: übrig blieb der Name des Gebietes: Skallerup Klit ...
Nein, keine Sorge: ganz alleine ist man nicht in Dänemark um diese Zeit. Aber fast. Grade gibt es genug Menschen, um sich nicht einsam zu fühlen: anders bemühen sich alle, Kontakt zu suchen und irgendwie freundlich zu sein. In dieser Zeit hören die Dänen gerne mal ein Wort in ihrer Sprache von den Urlaubern: ja, ich gebe zu, ich kann nicht allzuviel dänisch: aber ich arbeite daran. Vielleicht kann mich ja jemand unterstützen dabei - ich würde mich freuen!
Das ist Rubjerg Knude Fyr im Winter und ... ohne Schnee.
Und das der gesamte Berg aus großer Entfernung: zwischen Lønstrup und Nørre Lyngby nahe Lønstrup, von der man genau diese wunderbare Sicht hat. Es war leichter Frost.
Manchmal denkt man, der ganze Leuchtturm ist im Sand versunken: das ist wahrscheinlich sein Schicksal, bevor er in den Fluten der Nordsee versinken wird. So hart es klingt, das Todesurteil ist wahrscheinlich ausgesprochen worden. Besuchen wir ihn noch so oft, wie nur möglich!
Nachdem der Sand über Häuser und Turm hinweggefegt ist, wird alles im Meer stehen. Rechts unten im Bild .. sieht man ein braunes etwas: es ist ein Mast, von dem ein Seil .. in den Sand verschwindet. Eine Absperrung von früheren Zeiten? Auf den richtig alten Bildern vom Turm kann man aber keinen Masten sehen ... !?.
Hier sieht man mal Wind von Richtung Land: sehr selten am Berg, die Hauptrichtung ist vom Wasser her.
Das ist am Strand unterhalb Rubjerg Knude Fyr. Es naht ein Sturm - der Wind treibt bereits große Schaumfetzen am Strand vor sich her.
Es ist eine bizarre Landschaft: schroffe Lehm-"Felsen", manche mehr als 20 Meter hoch. Oft findet man weit ins landesinnere ausgespülte Buchten. Gummistiefel sind zu empfehlen!
Skagen: der nördlichste Punkt Dänemarks. In wohl 700 Jahren soll man von hier aus nach Schweden laufen können. Na da bin ich doch dabei;-). Auffällig ist aber, dass die Spitze nach Osten abbiegt, den nördlichsten Punkt, auch wenn es nicht so aussieht, erreicht man ca. 200 Meter vor dem Ende der Landzunge.
Auch in Skagen am Hafen: Skipperskole Kontor. Leider scheint die Webcam hier nicht mehr zu existieren, aber ihr könnt euch eine andere in Skagen ansehen.
Das war dann das Bild von der WebCam. So oder ähnlich;-). Ja, ich hab das nicht von der gleichen Höhe aus machen können, sonst passt es aber schon.
Auf der Rückfahrt von Skagen kippte das Wetter: es stürmte, ein Gemisch aus Schnee und Regen kam runter. Während der einstündigen Fahrt nach Hause schneite es noch intensiver - als ich ankam, lag überall schon 10cm Schnee.
In der Nacht schneite es weiter: am Morgen lagen 20cm Schnee, mein Auto .. ja, es ist eigentlich blau;-)!
Die Maarup Kirke im Schnee: schon nahe der Steilküste wird man die Kirche leider nicht mehr lange besuchen können. Stand die Kirche nicht vor einigen Jahren ... noch 450 Meter von der Küste entfernt? Ja!
Hier geht es zum Nørre Lyngby Strand. In diesem Winter konnte man von hier aus nicht auf dem Strand fahren - die Abfahrt war unterspült und nur noch eine Steinwüste.
Trotzdem ist es ein wunderbarer Anblick: von Nr. Lyngby Strand gen Nord ...
... und das gen Süd.
Das ist der schneebedeckte Strand von Løkken. Autofahren am Strand war trotzdem möglich, wenn man auch etwas mehr aufpassen mußte.
Der Sturm vom Wochenende war sehr heftig: strandnah waren in den Wäldern viele Bäume umgerissen, es sah nach einem recht großen Schaden aus.
Hirtshals Fyr im Schnee versunken: die Wolken wichen nicht mehr, es sah nach düsterer Stimmung aus. Aber im Urlaub sollte man sich davon nicht beeindrucken lassen, zumindest, wenn man nach Dänemark fahren möchte ...
Hier stehe ich auf einer ca. 30 Meter hohen Steilküste bei Rubjerg Knude. Vielleicht ist es ein Weg hinab zur Küste ... vielleicht aber auch keine gute Idee. Egal, eine schneebedeckte Küstenlandschaft ist schon was Besonderes ... wenn man danach in die Sauna gehen kann;-)!
Manche Strassen waren vom Schnee zugeweht:hier geht es nach Rubjerg Knude Fyr durch gut 50cm hohen Schnee - aussichtslos mit dem Auto, man hat nur Chancen zu Fuß. Durch den intensiven Wind sah es auf vielen Strassen so aus: meist überraschend nach einer Kurve ... war eine riesen Schneeverwehung!
Das ist die Mühle im Svinkløv-Gebiet: auch hier gab es Sturmschäden - ein Flügel ist abgerissen worden.
Der Sturm scheint so manchen Schaden angerichtet zu haben: am Strand von Nørre Lyngby ging ein Stück der Steilküste ab - immer, wenn ich nach Dänemark fahre, stelle ich Veränderungen am Strand fest. Ok .. sagt man sich, da werden die Herbststürme aber wieder gewütet haben ... nein, sowas kann in einer Nacht oder in wenigen Stunden passieren!
Von meinem Standort .. bis zum Haus gab es ein paar Tage vorher noch eine direkte Verbindung.
Jetzt .. liegt das alles auf dem Strand.
In Hirtshals wurde auch der Teil des Nordseemuseums fast wieder errichtet, der durch einen Brand vernichtet wurde. So wie ich gehört habe, wird das Museum dieses Jahr wieder vollständig geöffnet werden!
Der Bulbjerg im Winter: es ist mir schon öfters aufgefallen, im Winter kann man den Felsen meeresseitig begehen, im Sommer gehen die Fluten bis an den Berg ran. Daran sieht man, dass im Sommer die Polarkappen eben doch abschmelzen;-).

Der Winterurlaub in Dänemark ist wirklich anders als im Sommer: es geht alles etwas ruhiger zu, man freut sich auch mal, wieder im warmen Haus am Kamin zu sein. Die Badehose ist zwar auch dabei, aber der meiste Anteil des Gepäcks ... sind Wintersachen - dicke Hosen, Mütze, Handschuhe .. am Strand hilft die Schaufel oft nicht, weil alles gefroren ist .. man ist zwar auch rot im Gesicht .. es ist aber kein Sonnenbrand, nur ein Zeichen von Wind und Kälte. Und trotzdem nach Dänemark? Ja. Vielleicht grade deswegen. Das Wetter ist nicht unfreundlich. Es ist nur kühl, windig. Richtig angezogen .. ist es wunderbar, dort zu sein: die Luft ist leicht salzig, alles ist sehr naturbelassen.

Dänemark ... ich werde wieder kommen!!

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