Lange Zeit nutze ich den HPT370 auf meinem Abit-Board im Raid-Betrieb unter Linux nur mit der Software-Raid-Unterstützung des Kernels.
Aber es geht auch anders: Das, was der HPT370 an Raidfähigkeiten hergibt, kann man auch unter Linux nutzen ....
Auch mein neues Board, ein KR7A-Raid mit dem HPT372 bestückt, ist jetzt "raidfähig".
Der Software-Raid-Modus mit dem HPT37x klappt relativ schmerzfrei. Jeweils eine Platte als Master an jedem der IDE-Kanäle (so sollte es auch mit
jeden anderen Controller funktionieren) anschließen, wenn geht gleich gross (kein Muss!). So funktioniert das auch mit dem KA7-100 von Abit ohne
Spielereien mit dem Bios.
Also .... mit root-Rechten:
- 2 ähnliche am besten gleiche Platten (UDMA100 - es soll doch was rauskommen bei;-) !) kaufen
- beide als Master jumpern und jeweils an einem IDE-Kanal anschließen
- Linux booten wie gehabt ... z.B. von hda1
| den Kernel anpassen und falls noch nicht getan mit Raidunterstützung neu booten! |
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| in /etc eine Datei "raidtab" mit folgenden (oder ähnlichen) Inhalt erzeugen: |
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raiddev /dev/md0
raid-level 0
nr-raid-disks 2
persistent-superblock 1
chunk-size 4
device /dev/hde1
raid-disk 0
device /dev/hdg1
raid-disk 1
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- die Partitionen /dev/hde1 und /dev/hdg1 (oder ähnlich) erzeugen
fdisk /dev/hde
fdisk /dev/hdg
als Partitionstyp unbedingt "FD" eintragen!
- Erzeugen des Raid-Gerätes mit:
mkraid /dev/md0
- Formatieren ....
mkreiserfs -v 2 /dev/md0
- Mountpoint erzeugen .... (wo will ich die Raid-Platten finden?)
mkdir /C
- Mounten ....
mount -t reiserfs /dev/md0 /C
- Falls das gesamte Linux auf der Raidplatte laufen soll ....
Alles außer /tmp, /proc /boot nach /C kopieren. Die Verzeichnisse /tmp, /proc, /boot in /C einfach nur neu erzeugen.
- /boot am besten in eine Partition auf /dev/hda legen, da so für lilo immer erreichbar. Dann lilo anpassen (als root-Partition dort /dev/md0 angeben),
zum Start alte Konfiguration in Lilo belassen ("Notstart").
- auf /C die Datei /C/etc/fstab anpassen - mindestens die root-Partition dort korrigieren
- Booten, warten, glücklich sein ;-)!
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Erfolgreich getestet auf Motherboards mit HPT370 oder HPT372:
Auch der "Hardware"-Raidmodus klappt unter Linux. Leider muß dafür das Abit-Board KA7-100 ein Bios-Update erhalten, da original keine
Raid-Unterstützung geboten wird, obwohl der HPT370/HPT372 auf dem Board sitzt. Vielleicht gilt das für andere Boards mit dem HPT370 auch.
Also, wenn ein Abit KA7-100 Raidunterstützung bieten soll:
- Platten wie oben beschrieben reinbasteln
- einen neuen Kernel mit Version mindestens 2.4.12 downloaden
- bei Nutzung eines HPT372 muss ein Kernel mit Version mindestens 2.4.19-pre4-ac3 genutzt werden!
| den Kernel anpassen, übersetzen, installieren, booten ;-) |
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- beim Starten in das Bios vom HPT37x gehen und ein Raid0-Gerät anlegen - beim Start sollten dann die Platten als Raidverbund angezeigt werden
- die Gerätesteuerdateien anlegen, wenn noch nicht vorhanden:
mknod /dev/ataraid0 b 114 0 (das erste Raid-Array im Rechner)
mknod /dev/ataraid0p1 b 114 1 (erste Partition auf dem ersten Raid-Array)
mknod /dev/ataraid0p2 b 114 2 (zweite Partition auf dem ersten Raid-Array - usw.)
- das Array partitionieren:
fdisk /dev/ataraid0 (Partitionen anlegen - falls mehr als 2 müssen die entsprechenden Gerätesteuerdateien erzeugt werden)
- die Partitionen des Arrays partitionieren (nicht /dev/ataraid0 formatieren - die Partitionen!!!)
mkreiserfs -v 2 /dev/ataraid0p1 (alle eventuell erzeugten Partitionen formatieren)
- mounten .....
mount -t reiserfs /dev/ataraid0p1 /C (falls /C der gewünschte Mountpoint ist)
- dann wie beim Software-Raid verfahren
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Letzte Änderung: 19. Oktober 2007, 19:06:21.